Kloster St. Martha

Gründung
Erste Fotos nach der Einweihung
Gründungsausstattung
Haushaltungsschule
Kindergarten
Altersheim
Franz Hlawati über die Unterrichtsanstalt „St.Martha”
Anstaltsleiterinnen

Kloster St. Martha - Haushaltungsschule

Zum ersten Male kamen die Barmherzigen Schwestern in den niederösterreichischen Grenzort Bernhardsthal im Jahre 1922, als über Wunsch des Ortspfarrers Dechant Karl Bock für die Dauer der Wintermonate ein Handarbeitskurs für erwachsene Mädchen eingerichtet wurde. Unterkunft der Schwestern und Unterbringung der Anstalt waren möglichst einfach; aber die jungen Mädchen kamen gerne und die Sache lebte sich ein.

Nach dem Klosterbau 1926 musste das notwendige Inventar für die Koch und Haushaltungsschule erst beschafft werden; auch die entsprechend vorgebildeten Lehrschwestern für die Anstalt musste das Mutterhaus erst bereit stellen. Damit wurde die Eröffnung der Schule etwas hinausgeschoben. Die behördliche Zustimmung zur Führung der Koch und Haushaltungsschule wurde am 1. Oktober 1927 gegeben und am selben Tag trafen die ersten Schülerinnen und Internatszöglinge bei „St. Martha” ein. - Die vom österreichischen Bundesministerium für Handel und Verkehr erlassenen Normen für die hauswirtschaftlichen Berufsschulen sehen zwei Typen vor: die eine mit fünfmonatlicher, die andere mit zehnmonatlicher Unterrichtsdauer. „St. Martha” wollte die Zustimmung der Schulbehörden versuchsweise für eine dritte Type erhalten, welche den erweiterten Lehrstoff der zehnmonatlichen Schule bewältigen, den Bedürfnissen der jungen Mädchen aus bäuerlichen Kreisen jedoch dadurch Rechnung tragen sollte, dass die Unterrichtsdauer auf acht Monate (1. Oktober bis 31. Mai) eingeschränkt wurde. Die Mädchen sollten dadurch in der Zeit strenger landwirtschaftlicher Arbeiten nicht vom Elternhaus ferngehalten werden.

Pfarrer Kisling berichtet auf Seite 385 des Gedenkbuchs über die Folgen des „Anschlusses”:

15) Schließung der Haushaltsschule in St. Martha. Da das Recht der Menschenführung alleinige Aufgabe der Partei ist, ordnete der Leiter der Gauarbeitsgemeinschaft Wien für die barmh. Schwestern an: „... daß ab nun Ihnen jede Berechtigung der Jugendfürsorge, sei es die offene oder geschlossene, genommen ist.”

 

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Die Küche

 

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Hofseite um 1930